Hornisse 2    Hornissennest   Hornisse

Gefahr durch Hornissen

Wie bei allen Staaten bildenden Wespen, geht auch von Hornissen nur im direkten Nestbereich eine Gefahr aus. Nur wenn sich die Hornissen bedroht fühlen, werden sie ihr Hornissennest verteidigen und versuchen, den potentiellen Angreifer durch „Scheinangriffe“ aber auch durch Stiche zu vertreiben. Wenn man vorsichtig ist, sind Hornissen aber selbst direkt am Nest deutlich entspannter als die meisten kleineren Wespenarten.

Gefahr durch Hornissenstiche

Hornissen stechen Menschen nur in Ausnahmefällen und nur zur Verteidigung. Die Stiche der Hornisse sind schmerzhaft und können gefährlich werden. Das Gift der Hornisse ist aber nicht wesentlich giftiger als das Gift anderer Wespenarten. Die Gefahr durch Hornissenstiche liegt mehr an der Reaktion auf den Stich (z.B. bei Allergikern) oder an der Position des Stiches (z.B. Hals, Rachen, etc.) und natürlich an der Anzahl der Stiche. Damit ist aber nicht das Märchen von „zwei Stiche töten einen Menschen“ gemeint, sonder eher Unfälle mit Nestern, bei denen es zu erheblich mehr Stichen kommen kann.

Hornissen im Zimmer oder auf der Terrasse

Hornissen interessieren sich nicht für Getränke oder Kuchen und sind somit normalerweise auch nicht lästig am Kaffeetisch, beim Grillen oder im Wohnraum. Hornissen haben aber die Eigenart auch in der Dämmerung bis in die Nacht zu fliegen und nach Nahrung (Insekten, Falter, Fliegen, Mücken, etc.) zu suchen. Besonders viele Insekten finden die Hornissen in der Nähe von Lichtquellen. Daher fliegen Hornissen gern in offene Fenster, hinter denen Fernseher, Lampen oder andere Lichtquellen gute Nahrungsquellen versprechen. Sollte sich eine Hornisse z.B. ins Schlafzimmer verirrt haben, einfach Gardinen zurückziehen, Fenster weit öffnen und Licht ausstellen, die Hornisse wird freiwillig den Raum verlassen. Hornissen Vorbeugen kann man am einfachsten durch Insektenschutzgitter vor den Fenstern.

Mit Hornissen Leben

Grundsätzlich sollte man immer versuchen mit den Hornissen zu leben.

Die Hornissenkönigin erwacht im Frühjahr aus ihrer Winterstarre und beginnt als einzelnes Tier mit dem Nestbau und der Gründung des neuen Hornissenvolkes. Im Mai/Juni fallen die Nester meist gar nicht auf, da nur wenige Tiere das Nest anfliegen. Erst im Juli/August ist das Hornissenvolk auf dem Höhepunkt und wird ab September/Oktober wieder absterben. Dieser Zyklus kann sich natürlich je nach Wetterlage und weiteren Umständen immer etwas verschieben. Nur die neu geschlüpften Königinnen überwintern an einem frostsicheren Platz und beginnen im nächsten Jahr ein neues Volk zu bilden. Das Hornissennest aus dem Vorjahr kann dabei nicht wieder genutzt werden, es wird immer ein neues Nest gebaut.

Hornissen stehen unter besonderem Schutz (Artenschutz)

Die Hornissen stehen nicht nur unter Naturschutz, sondern zählen zu den besonders geschützten Tieren. Es ist verboten, diesen Tieren ohne eine Ausnahmegenehmigung der Naturschutzbehörde nachzustellen, Hornissennester zu beschädigen, Hornissennester und Hornissenvölker umzusiedeln oder Hornissen zu töten. Selbst für den Schutz, z.B. einer Umsiedlung, muss eine Genehmigung vorliegen.

Hornissen umsiedeln

Eine Hornissenumsiedlung ist eine schwierige, zeitaufwendige Aufgabe und sollte nur durch erfahrene, ausgebildete Wespen- und Hornissenberater/Umsiedler vorgenommen werden. Für eine Erfolg versprechende Umsielung muss zunächst das Hornissennest gut erreichbar sein. Es müssen möglichst viele Hornissen und natürlich die Hornissenkönigin eingefangen werden. Danach wird das Hornissennest mit den Waben, den Hornisseneiern und Hornissenlarven gesichert und an einer anderen Stelle z.B. in einem speziellen Hornissenkasten wieder eingebaut. Nur durch genaues, schonendes Arbeiten und einer guten neuen Standortauswahl haben die Hornissen eine Überlebenschance.

Hornissen bekämpfen

Nur wenn ein Zusammenleben mit den Hornissen oder eine Hornissenumsiedlung nicht möglich sind, sollte eine Hornissenbekämpfung durchgeführt werden. Für eine Hornissenbekämpfung muss eine Ausnahmegenehmigung der Naturschutzbehörde vorliegen. Die Bekämpfung der Hornissen sollte nur durch professionelle, speziell geschulte Schädlingsbekämpfer erfolgen.Hornisse“ alt=“Hornisse“ />